Im Rausch der Sterne: Die beste Nebenrolle spielt eine MULTIVAC Vakuummaschine
„Bradley Cooper wollte drei Sterne. MULTIVAC wollte nur ein Vakuum.“ 😄
Wenn Sie Im Rausch der Sterne (2015) gesehen haben, erinnern Sie sich wahrscheinlich an Bradley Cooper als Adam Jones — einen ehrgeizigen, anspruchsvollen Koch, der sein Comeback schaffen und den ersehnten dritten Michelin-Stern gewinnen will.
Doch wer die Küchenszenen genau betrachtet, entdeckt vielleicht eine weitere interessante Figur: eine MULTIVAC Vakuum-Verpackungsmaschine.
Sie schreit nicht. Sie verlangt keine Perfektion. Michelin-Sterne sind ihr egal.
Sie will einfach nur etwas Luft entfernen.
„Du wärmst Essen in Kondomen auf.“
Einer der witzigsten Sätze in Im Rausch der Sterne fällt, als Adam Jones das Sous-vide-Garen abtut:
„Also, du kochst nicht. Du wärmst Essen in Kondomen auf.“
Der Scherz zielt auf das Sous-vide-Garen, bei dem Lebensmittel in einem Beutel eingeschweißt und bei präzise geregelter Temperatur gegart werden. Und genau hier wird die Vakuummaschine interessant.
Bevor Lebensmittel sous-vide gegart werden können, müssen sie in der Regel in einem geeigneten Beutel eingeschweißt werden. Eine Kammer-Vakuummaschine entzieht der Verpackung die Luft und verschweißt sie — so werden die Lebensmittel für Lagerung oder Garung vorbereitet.
Adam war vielleicht kein Fan dieser Technik. Die MULTIVAC ganz offensichtlich schon.
„Die Bratpfannen-Schublade ist das Museum.“
Eines der interessantesten Gespräche in Im Rausch der Sterne dreht sich gar nicht ums Vakuumieren — sondern um den technologischen Wandel in der Profiküche. Helene sagt Adam, dass sein Kochstil veraltet sei:
„Die Commis nennen die Bratpfannen-Schublade ‚das Museum‘.“
Die Botschaft ist klar: klassische Bratpfannen, offene Flammen und althergebrachte Techniken werden durch moderne Küchengeräte und präzisere Methoden ersetzt.
Anschließend stellt sie Adam ein Sous-vide- bzw. Wasserbad vor und erklärt, dass man damit Lebensmittel bei konstant niedrigen Temperaturen gart. Adam hat dafür natürlich seine eigene Bezeichnung:
„Das ist ein Kondom.“
Doch Helene erklärt den eigentlichen Sinn: Mit der Technik lassen sich die Aromen von Gemüse, Kräutern, Gewürzen und Marinaden einschließen. Und genau hier wird die MULTIVAC besonders wichtig.
Mitten im hektischen Service ruft Helene nach dem Fisch. Als David ihn bringt, bemerkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt — „Der ist nicht gar.“ David erkennt das Problem, doch Helene ist außer sich:
„Man muss schon ein echtes Genie sein, um das Sous-vide zu versauen, David, das sag ich dir.“
Die Vakuummaschine in Im Rausch der Sterne
Die im Film sichtbare Maschine ist ein interessantes Stück professioneller Küchentechnik von MULTIVAC. Sie gehört zu einer früheren Generation der MULTIVAC Kammer-Vakuummaschinen und geht der späteren MULTIVAC home voraus.
Das ist deshalb interessant, weil man die Maschine aus dem Film möglicherweise über folgende Suchbegriffe findet:
- Im Rausch der Sterne Vakuummaschine
- Burnt vacuum machine
- MULTIVAC Im Rausch der Sterne
- MULTIVAC home movie
- Vakuumierer aus Im Rausch der Sterne
Die Maschine ist kein beliebiges Küchengerät. Sie steht für die professionelle Kammer-Vakuumtechnik, für die MULTIVAC seit Jahrzehnten bekannt ist.
MULTIVAC entwickelt seit Jahrzehnten Kammer-Vakuumtechnik für professionelle Anwendungen; die Geschichte im Bereich Vakuumverpackung reicht bis in die frühen Jahre des Unternehmens zurück. Das professionelle Sortiment finden Sie bei Planeta Industries:
Von der Filmmaschine zur MULTIVAC home
Noch interessanter wird die Geschichte mit der späteren MULTIVAC home. MULTIVAC entwickelte sie als kompakte Kammer-Vakuummaschine für private Küchen und brachte damit professionelle Vakuumtechnik nach Hause.
Die Maschine kam 2016 auf den Markt und war für Anwendungen wie Vakuumieren, Marinieren und das Vorbereiten von Lebensmitteln fürs Sous-vide-Garen konzipiert. Und das Design blieb nicht unbemerkt.
Die MULTIVAC home und der iF Design Award
Die MULTIVAC home erhielt 2017 den iF Design Award. Laut dem offiziellen iF-Design-Award-Eintrag verbindet die Maschine Edelstahl, Aluminium und Glas mit einer wartungsfreien Vakuumpumpe, die dasselbe Vakuumniveau erzeugt wie Maschinen für industrielle Anwendungen. Der Eintrag hebt zudem den Einsatz zum Marinieren, Dry-Aging und zur Vorbereitung von Sous-vide-Gerichten hervor.
So ergibt sich eine schöne Verbindung zwischen den beiden Maschinen:
Der Film zeigt eine frühere Generation der MULTIVAC Vakuumtechnik. Später brachte MULTIVAC diese Art professioneller Kammer-Vakuumtechnik mit der MULTIVAC home nach Hause — und diese Maschine erhielt einen iF Design Award.
Eine kleine Maschine mit professionellem Erbe
Was die Maschine in Im Rausch der Sterne interessant macht, ist nicht bloß ihr Auftritt in einem Hollywood-Film. Sie steht für ein Stück professioneller Lebensmitteltechnik mit einer weitaus längeren Geschichte.
Die Kammermaschinen von MULTIVAC wurden für die professionelle Lebensmittelverpackung entwickelt, und das Unternehmen treibt die Vakuumtechnik für Lebensmittel-, Medizin- und Industrieanwendungen bis heute voran.
Die spätere MULTIVAC home übernahm diesen professionellen Ansatz und passte ihn an die private Küche an. Ihr Design war kompakt genug für eine Heimküche und bewahrte zugleich die Eigenschaften der Kammer-Vakuumtechnik. MULTIVAC gibt für die home ein Gewicht von rund 12 kg und Maße von etwa 31 × 22,5 × 48 cm an.
Der Film zeigt letztlich den Übergang von traditionellen Kochtechniken zu moderner Lebensmitteltechnik — und die MULTIVAC Vakuummaschine steht für diesen modernen Ansatz. Während sich Adam Jones also um Michelin-Sterne sorgt, erledigt die Vakuummaschine still und leise eine der weniger glamourösen, aber sehr praktischen Aufgaben in der Küche.
Vakuum. Verschweißen. Fertig.
Ganz ohne Geschrei.
Drei Sterne, ein Vakuum
Vielleicht lässt sich die Geschichte so zusammenfassen:
Adam Jones wollte drei Michelin-Sterne. Ob er sie bekommt, verraten wir hier aber nicht — das müssen Sie schon selbst in Im Rausch der Sterne herausfinden. 😉
Die MULTIVAC wollte ein Vakuum. Die MULTIVAC home bekam schließlich einen iF Design Award. 😄
Und irgendwo dazwischen musste jemand das Essen ins „Kondom“ stecken.
Manchmal sind die Nebenfiguren die interessantesten.